Die 5 Schritte zur Namensfindung deines Business
Die richtige Entscheidung für deinen Business Namen zu fällen braucht Zeit und ganz klar auch strategische Überlegungen! Der Name für dein Business wird über mehrere Jahre bleiben und ist ein zentraler Punkt deines Business. Doch was braucht es dazu? Und wie findest du den richtigen Namen?
Schritt 1: Wissen wer du bist?
Es gibt kein richtig oder falsch, wie du auf deinen Firmennamen kommst. Die einen haben einen Geistesblitz beim Spazieren gehen, die anderen brainstormen mit der Familie oder beauftragen eine Texterin.
Aber was auf jeden Fall wichtig ist bevor du anfängst einen Namen zu suchen, solltest du dir, wie auch im Businessplan notwendig folgende Fragen stellen:
• Wer bist du?
• Was willst du?
• Für wen ist das, was du anbietest?
• Was ist dein Alleinstellungsmerkmal?
• Und warum eigentlich du?
Die Antworten auf diese Fragen geben dir eine Richtung, eine Basis bei der Suche nach dem richtigen Firmennamen. Dadurch wird klar, wen du ansprechen möchtest.
Ein Beispiel: Naturheilpraxis HP, eine Naturheilpraxis, die für Darmgesundheit steht. Klar war das „Naturheilpraxis“ rein soll: Glaubwürdigkeit, Ernsthaftigkeit, medizinisches Knowhow. Doch dann kommt kein Helga Pöchhacker – der den Namen nur noch länger gemacht hätte. Sondern ein kurzes „HP“, welches Heilpraxis appliziert.
Also: Schau in deinem Businessplan nach, welches die wichtigsten Keywords deines Business sind. Vielleicht ist schon ein Name dabei. Wenn du noch nichts gefunden hast, geht es mit dem zweiten Schritt weiter. Ansonsten springe zu Schritt 3.
Schritt 2: Sei kreativ
Ich liebe diesen Teil der Namenssuche. Zu recherchieren alles zuzulassen und auszuprobieren. So entfaltet sich meine Kreativität am besten. Doch es gibt auch Grenzen bei der Namensfindung?
Denn je nach Rechtsform deines Business musst du zusätzliche Bezeichnungen berücksichtigen und deshalb schau dir dies vorher noch an. Es gibt vier Geschäftsformen:
  1. Einzelunternehmen, wie etwa Freiberufler, Einzelkaufleute und Kleingewerbetreibende
  2. Personengesellschaften, beispielsweise die GbR, OHG und KG
  3. Kapitalgesellschaften, wie die GmbH, gGmbH, UG (haftungsbeschränkt), AG und Limited
  4. Sonstige Gesellschaften, wie Stiftungen oder Genossenschaften
Prüfe die Regelungen jeweils in deinem Land!
Wenn du deine Rechtsform bestimmt hast, kannst du wie folgt bei der Namenfindung vorgehen:
Selber Brainstormen
Diese Methode eignet sich nicht nur für Ideen sondern auch für Begriffe und Namen. Du kannst ganz klassisch Karteikarten oder Post-its nehmen und dir diese an eine Wand kleben. Wichtig ist dabei immer, dass es noch keine richtig oder falsch gibt. Alles ist erlaubt!
Einen Kreativen oder Texter suchen
Du gibst die Suche an Kreative oder Texter ab, die dann für dich die Namensvorschläge nach deinen Vorstellungen kreieren. Hier habe ich diese Plattform designenlassen.de dafür gefunden oder du fragst bei mir nach k.henle@allbyone.ch.
Wenn du mit einem Externen arbeiten möchtest, ist es wichtig, dass du zum Projektstart ein Briefing formulierst. In einem Briefing sollten alle Informationen wie schon oben erwähnt, stehen. Danach wirst du nach einer kurzen Ausarbeitungsphase deine individuellen Vorschläge bekommen. Sobald eine Richtung gefunden wird, ist es wichtig, dass mit 2-3 Gewinnern eine Recherche vorgezogen wird.
Business Namen Arten
1. Personennamen
Falls du Einzelunternehmerin bist und sehr persönlich mit deinen Kunden zusammenarbeitest, eignet sich dein Name meiner Meinung nach ideal als Businessname.
2. Wortkombinationen
Du kannst deinen Markennamen auch aus existierenden Worten zusammenstellen. Hier hast du bei einer geschickten Wortkombination die Möglichkeit, deinen Kunden direkt über deinen Markennamen einen Eindruck deines Tätigkeitsgebiets zu geben. Beispiele hierfür sind Coca-Cola, Breitling, Netflix.
Wichtig hierbei ist zu berücksichtigen, wer deine Kunden sind, welche ihre Sprache ist und ob diese die Wortkombination aussprechen können.
Im Gegensatz zum Personennamen rückst du hier als Person mehr in den Hintergrund, während deine Dienstleistungen und Produkte im Fokus deiner Marke stehen. Ich habe mich für eine Kombination entschieden AllByOne by Karin Henle mit einem Zusatz Brand Communication and Design.
3. Fantasienamen
Fantasienamen eignen sich besonders für Tätigkeiten im internationalen Bereich. Hier kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen. Achte dennoch auf die Aussprache und ob es in einer anderen Sprache nicht doch etwas bedeutet. Bekannte Namen sind Zalando, Amazon und Google.
4. Abkürzungen
Abkürzungen eignen sich für Firmennamen, die aus einer langen Wortkette oder mehreren Familiennamen bestehen, was bei Selbstständigen meist nicht der Fall ist. Beispiele hierfür sind ABB — Asea Brown Boveri, AEG — Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft und Alfa Romeo — Anonima Lombarda Fabbrica Automobili.
Schritt 3: Nun prüfe deine Gewinner
Prüfe die Aussprache
Es nützt nichts, wenn du deine Namensideen toll findest, aber der Name zum Beispiel nicht richtig ausgesprochen wird. Also lasse dir den Namen laut vorlesen, denn er muss einfach auszusprechen sein und gut klingen. Sollte es schon zu Versprechern kommen oder einfach nicht gut klingen, nimm lieber deine Alternative.
Prüfe, ob der Domainname und Socialkanal-Name noch verfügbar sind
Das ist das wichtigste dies nicht zu vernachlässigen, prüfe ob dein Domain Name für deinen Firmennamen frei ist. Falls die Domain schon vergeben ist, kannst du noch prüfen bzw. anfragen, ob diese zum Verkauf steht. Anderenfalls lohnt es sich, die Suche nach dem perfekten Namen fortzusetzen.
Prüfe, ob es ähnliche oder identische Namen schon gibt
Ein weiterer Schritt ist in dieser Phase zu prüfen, ob es schon bestehende Marken, die identisch oder ähnlich zu deiner sind zu suchen. Das Ziel der Recherche besteht darin, dass du mögliche Konfliktpotenziale zu bestehenden Marken ausräumen kannst. Vor allem geht es um Begriffe, die geschützt sind und dürfen daher nur verwendet werden, wenn sie auch tatsächlich zutreffen, wie z.B. Swissmade
Schweiz: swissreg
Einen Unternehmensnamen später zu ändern, ist kostspielig und riskant. Deshalb prüfe alles vorher.
Schritt 4: Schützt euren tollen Namen
Nach all der Mühe wollt ihr natürlich nicht, dass euch der gefundene Name noch streitig gemacht wird. Oder gar geklaut. Deshalb: Lasst euren Namen schützen und tragt ihn als Marke ins Register ein.
Die Markenanmeldung beim IGE/IPI kostet rund 550 CHF und gilt für zehn Jahre.
Die Markenanmeldung beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) kostet rund 300,- Euro und gilt für zehn Jahre.

Schritt 5: Dein Logo
Wenn du deine Recherchen erfolgreich absolviert hast, geht es dann, in die Umsetzung deines individuellen Logos mit deinem Firmennamen. Auch dein Logo kannst du als Bildmarke schützen lassen.